Machbarkeitsstudie, Hitzkirch

Studie.

Hitzkirch ist eine ländlich geprägte Gemeinde im luzernischen Seetal. Aufgrund der grossen baulichen und historischen Bedeutung des Ortsbilds ist der historische Kern im ISOS erfasst. Auch wenn sich das Projekt ausserhalb dieses Perimeters befindet, verlangt der städtebauliche Kontext einen sorgfältigen und ortsverträglichen Umgang.

Entlang der Hauptstrasse, in Richtung Altwis, befindet sich eine Bauparzelle mit grossem Entwicklungspotenzial. Auf dem Grundstück steht eine bestehende Scheune, deren Ursprung bis ins 19. Jahrhundert zurückreicht und die im Laufe der Zeit mehrfach umgebaut und erweitert wurde. Die nähere Umgebung ist geprägt von kleineren bis mittelgrossen Wohnbauten, einzelnen Gewerbenutzungen sowie landwirtschaftlichen Strukturen. Im historischen Ortskern sind die Satteldächer mehrheitlich quer zum Tal ausgerichtet. Diese Ordnung diente als Referenz, jedoch nicht als starre Vorgabe.

Die bestehende Scheune wurde aus wirtschaftlichen Gründen als Abbruchobjekt beurteilt. Dennoch bleibt ihre Substanz für die weitere Bearbeitung von Bedeutung: Sie kann sowohl als historische Referenz wie auch als Materialressource verstanden und in transformierter Form weitergetragen werden. Auch ihre Ausrichtung zur Strassenkreuzung wurde im Entwurf mitgedacht und als ortsbildprägendes Element in die Überlegungen einbezogen.

Auf Grundlage der rechtlichen Rahmenbedingungen sowie einer mehrschichtigen Analyse des Orts und der Parzelle wurden verschiedene Varianten entwickelt und geprüft. Im Zentrum standen Fragen der Adressierung, der Körnung, der Ausrichtung und der angemessenen Verdichtung. Daraus entstanden zwei Szenarien: eines innerhalb der heute geltenden gesetzlichen Möglichkeiten, das andere mit Blick auf eine dichtere Bebauung, die in frühzeitiger Abstimmung mit der Gemeinde weiterverfolgt werden könnte.

Mitwirkende

Auftraggeber

Architektur

Mandat

Studie

Verfahren

Direktauftrag

Termine

2025

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